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Rheumatoide Arthritis der Kiefergelenke

Die Arthritis zählt zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Es handelt sich um eine entzündliche Gelenkerkrankung. Sie kann neben den anderen Gelenken des Körpers auch die beiden Kiefergelenke betreffen.

Im Rahmen der Kiefergelenksarthritis kommt es zur Zerstörung des Kiefergelenkköpfchens. Infolgedessen entsteht eine Retrognathie (Unterkieferrücklage) kombiniert mit einem frontal offenen Biss.

Die Bewegungsfähigkeit des Unterkiefers ist schmerzhaft eingeschränkt, im Laufe der Erkrankung kann es zu einer Ankylose (Gelenksteife) kommen. Auch Reibegeräusche können aufgrund der Veränderungen im Gelenk hörbar sein.

Es kann entweder nur eines der Kiefergelenke betroffen sein, oder die Symptomatik liegt auf beiden Seiten vor. Die Schmerzen bei Kiefergelenksarthritis sind dauerhaft und nehmen bei Bewegung des Unterkiefers zu. Ein Ausstrahlen der Schmerzen in die Nacken- und/oder Kaumuskulatur ist möglich.

Mitunter sind neben dem Kiefergelenk auch noch andere Gelenke von der rheumatoiden Arthritis betroffen.

Zur Diagnosestellung muss eine eingehende Schmerzanamnese erfolgen. Ebenso wird das Kiefergelenk sowie die umgebende Muskulatur mittels Palpation (Abtasten) untersucht, um eventuelle Verhärtungen oder schmerzhaft verspannte Muskeln festzustellen. Das Kiefergelenk kann abgehört werden, um mitunter bestehende Reibegeräusche nachzuweisen.

Zur Diagnostik gehört ebenso das Anfertigen einer Röntgenaufnahme, gegebenenfalls kann ein CT (Computertomographie) oder ein MRT (Magnetresonanztomographie) erfolgen, um die Diagnose zu sichern.

Nach Diagnosestellung wird je nach Ausmaß der Erkrankung versucht, zunächst rein konservativ zu behandeln.

Eine medikamentöse antirheumatische Therapie wird immer in Zusammenarbeit mit einem Rheumatologen durchgeführt.

Auch physikalische Therapie und Krankengymnastik werden zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis der Kiefergelenke eingesetzt.

Um das Kiefergelenk zu entlasten, können so genannte Aufbissschienen angefertigt und eingesetzt werden.

In schweren Fällen kann eine operative Behandlung notwendig sein.

     
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