Etwa zwölf bis 27 Prozent der Halitosis-Patienten sind Halitophobiker.
Symptome – Beschwerden
Patienten mit Halitophobie sind der festen Überzeugung, sie hätten Mundgeruch. Sie nehmen diesen wahr. Patienten mit echter Halitosis hingegen bemerken in der Regel ihren oftmals starken Mundgeruch selbst überhaupt nicht. Hier liegt ein großer Unterschied zwischen den beiden Krankheitsbildern. Ein Halitophobie-Patient kann auf keinerlei Weise davon überzeugt werden, dass sein Mundgeruch nicht existiert. Die Patienten schämen sich wegen des vermeintlichen Geruchs, depressive Verstimmungen sind möglich. Da die Patienten glauben, tatsächlich an Halitosis zu leiden, suchen sie kaum einen Psychiater oder Psychologen auf, sondern, wenn es Ihnen gelingt ihre Scham zu überwinden, wird am ehesten ein Zahnarzt aufgesucht.Ursachen
Die Ursachen für die Halitophobie sind psychischer Natur. Was genau zum Auftreten der Erkrankung geführt hat, muss individuell durch einen Psychologen oder Psychiater in Zusammenarbeit mit dem Patienten bestimmt werden.
Folgeerkrankungen
Kommt es zu zunehmenden Wahnvorstellungen in Bezug auf den eigenen Mundgeruch, so wird dies als olfaktorisches Referenzsyndrom bezeichnet.
Diagnostik
Eine Halitophobie erkennt der Zahnarzt an mehreren Merkmalen. Der Patient erzählt oftmals unter Scham von seinem Problem, welches subjektiv vom Behandler jedoch nicht wahrgenommen wird. Der Zahnarzt erfragt, ob der Patient je von Personen aus dem sozialen Umfeld auf seinen Mundgeruch angesprochen wurde, was in der Regel verneint wird. Dennoch zieht der Patient sich sozial zurück, um niemandem mit seinem Mundgeruch zu nahe zu kommen. Auch olfaktorische Messungen, die gegen das Vorliegen von Mundgeruch sprechen, überzeugen den Patienten nicht.
Therapie
Die Therapie der Halitophobie kann nicht durch einen Zahnarzt erfolgen, da es sich um eine psychologische Störung handelt. Daher sollte der Zahnarzt den Patienten behutsam und mit viel Einfühlungsvermögen an einen erfahrenen Kollegen aus der Psychologie oder Psychotherapie überweisen. Nur so ist es möglich, die Ursachen für die Halitophobie zu ergründen und Lösungsansätze zu erarbeiten.Vorab kann es hilfreich sein, den Patienten nicht gleich mit seiner Halitophobie zu konfrontieren, sondern zunächst gängige Mundhygieneverfahren bei Halitosis zu erläutern und eine Vertrauensbasis aufzubauen, ehe die Überweisung an einen Psychologen erfolgt. Auf diese Weise soll versucht werden zu vermeiden, dass der Patient sich nicht ernst genommen fühlt und gegebenenfalls deswegen die Behandlung abbricht.
Literatur
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