Anzahl der Zähne – Abweichungen sind möglich.
Das Milchgebiss weist in der Regel 20 Zähne auf, das Gebiss der 2. Dentition – die bleibenden Zähne – umfasst ohne Weisheitszähne 28, mit Weisheitszähnen können es bis zu 32 Zähne sein. Es gibt jedoch zahlreiche Abweichungen von der Norm, die die Anzahl der Zähne betrifft. Eine Über- oder Unterzahl von Zähnen zählt zu den erblich bedingten Fehlbildungen.Sind zu wenige Zähne vorhanden, unterscheidet man die Hypodontie – das Fehlen einzelner Zähne – sowie die Oligodontie, bei der weniger als (normalerweise) 32 Zähne ausgebildet werden, von der Anodontie – angeborenen Zahnlosigkeit. Die Anodontie ist eine extrem selten auftretende Fehlbildung.
Die Hypodontie tritt selten im Milchgebiss auf. Ist dies jedoch der Fall, so sind meist die oberen seitlichen Schneidezähne sowie die unteren mittleren oder seitlichen Schneidezähne betroffen. Oftmals fehlt dann auch die Anlage der entsprechenden bleibenden Zähne. Die Häufigkeit von Hypodontie im Milchgebiss liegt jedoch unter einem Prozent.Meist betrifft diese Fehlbildung das bleibende Gebiss. Am häufigsten betroffen sind die zweiten Prämolaren (kleinen Backenzähne) des Unter- oder Oberkiefers, ebenso die oberen seitlichen Schneidezähne.
Eine Zahnunterzahl tritt oftmals in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auf, wie beispielsweise Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder dem Down-Syndrom.
Weisheitszähne sind bei etwa 10-35 % der Bevölkerung nicht mehr vorhanden.
Überzählige Zähne treten am häufigsten im bleibenden Gebiss des Oberkiefers auf, bevorzugt im Schneidezahnbereich.Auch hier sind die bleibenden Zähne häufiger betroffen als die Milchzähne.
Überzählige Zähne können der natürlichen Zahnform entsprechen und werden dann als eumorph bezeichnet. Ist ihre Form atypisch, werden sie als dysmorphe Zähne bezeichnet. Dazu zählen die Mesiodentes, Distomolaren und Paramolaren.
Mesiodentes haben meist Zapfenform und finden sich zwischen den Wurzeln der oberen mittleren Schneidezähne. Sie können den natürlichen Zahndurchbruch erheblich beeinträchtigen. Disto- oder Paramolaren sind Backenzähne, die entweder zwischen den Molaren oder hinter den Weisheitszähnen entstehen. Die Therapie überzähliger Zähne besteht in deren Extraktion, das heißt dem Ziehen der Zähne.Bei eumorphen (überzähligen) Zähnen, wenn beispielsweise ein oberer Schneidezahn doppelt vorhanden ist, wird immer der Zahn im Kiefer belassen, der kieferorthopädisch leichter in das Gebiss einzuordnen ist.










Gesundsein
Newsletter
Expertenrat
Patienten helfen Patienten




