Odontogene Tumoren sind Tumoren die von den Geweben ausgehen, welche an der Zahnbildung beteiligt sind.
Die häufigsten odontogenen Tumoren sind das Ameloblastom, das Odontom und das Zementoblastom.
Alle drei sind benigne (gutartige) Tumoren.
Ameloblastom
Etwa 20% aller odontogenen Tumoren sind Ameloblastome.
Obgleich ein Ameloblastom gutartig ist, so ist es dennoch durch ein lokal invasives Wachstum gekennzeichnet. Es tritt häufig in Assoziation mit Zysten auf, insbesondere mit Primordial- oder follikulären Zysten.
Meist treten Ameloblastome zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf.
Mehr als 80% aller Ameloblastome treten im Unterkiefer im Bereich der Backenzähne auf. Trotz der Gutartigkeit des Tumors, welcher keine Metastasen (Tochtergeschwülste) ausbildet, liegt die Rezidivrate – Wiederauftreten des Tumors – bei über 30%.
Da ein Ameloblastom oftmals keine Schmerzen verursacht, wird die Diagnose meist zufällig gestellt. Bei ausgeprägtem Wachstum des Tumors kann es zur Verdrängung von Zähnen, Zahnwurzelresorptionen oder zum Druck auf den Unterkiefernerven kommen, was zu Sensibilitätsstörungen führen kann.
Die Knochenkompakte ist mitunter papierdünn, was bei Palpation (Abtasten) das so genannte „Pergamentknistern“ hervorrufen kann.
In mehr als 70% der Fälle kommt es zu einem Einbruch des Tumors in die Mundschleimhaut.
Die Therapie des Ameloblastoms besteht in dessen chirurgischer Entfernung, gegebenenfalls mit anschließender Rekonstruktion des Knochens im betroffenen Bereich.
Bleibt das Ameloblastom unbehandelt besteht ein geringes Entartungsrisiko, welches etwa bei zwei Prozent liegt.
Odontom
Ein Odontom ist ein Tumor, der sämtliche Zahnbestandteile aufweist. Man unterscheidet das komplexe vom zusammengesetzten Odontom.
Es tritt meist im Bereich eines fehlenden Zahnes auf. Das komplexe Odontom tritt häufiger im Unterkiefer auf, Hauptlokalisation sind die Kieferregionen um die Molaren (Backenzähne). Das zusammengesetzte Odontom tritt doppelt so oft auf und ist eher im Oberkiefer im Bereich der Front- und Eckzähne zu finden. Der Tumor wird chirurgisch entfernt, Rezidive treten in der Regel nicht auf.
Zementoblastom
Ein Zementoblastom befindet sich in direktem Kontakt zu einer Zahnwurzel, am häufigsten im Unterkiefer-Seitenzahnbereich.
Es tritt bevorzugt zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr auf.
Ein Zementoblastom kann keinerlei Beschwerden verursachen, es kann aber auch je nach Lokalisation zu Schmerzen, Sensibilitätsstörungen oder Schwellungen führen.
Bei der Entfernung des Tumors muss der betroffene Zahn aufgrund der Beziehung des Tumors zur Zahnwurzel meist mitentfernt werden.











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