www.dgf-tv.de
Kariesschutz durch Aminfluorid

Karies ist trotz zunehmender Mundgesundheitsaufklärung noch immer eine Erkrankung, die Zahnärzte jeden Tag behandeln.

Karies entsteht, wenn kariogene Bakterien in der Mundhöhle Substrat verstoffwechseln. Durch die bakteriellen Stoffwechselvorgänge in der Plaque sinkt der pH-Wert im Mund drastisch ab, das heißt das Milieu wird saurer. Durch den Säureangriff werden aus den Zahnhartsubstanzen Mineralstoffe herausgelöst, was letztendlich den Zahn anfälliger („weicher“) macht – es entsteht ein "Loch".

Das Verfahren

Das Fluoride einen Schutz vor Karies aufbauen können, ist schon lange bekannt. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Fluoridverbindungen hinsichtlich Wirkeffizienz und Wirkdauer.

Eines der wohl bekanntesten Aminfluoride – auch organisches Fluorid genannt ist das Olafluor.

Bei Aminflouriden liegt das Fluoridion in gebundener Form vor, und zwar an einen Fettsäureaminrest gebunden.

Die Aminfluoride besitzen hydrophobe und hydrophile Anteile wasserabweisende und wasseranziehende Anteile , was bewirkt, dass sie sich schneller im Mund verteilen und die Zahnoberfläche mit einem gleichmäßigen Film benetzen. Dies hat zur Folge, dass das Aminfluorid nicht so schnell durch den Speichel wieder weggespült werden kann.

Des Weiteren besitzen die Aminfluoiride einen leicht sauren pH-Wert, welcher zwischen 4,5 und 5,0 liegt. Dies ist das optimale Milieu für den Transport von Flouridionen in den Zahnschmelz. Auf der Zahnoberfläche bildet sich infolge chemischer Prozesse eine gut haftende Deckschicht aus Calciumfluorid. Calciumfluorid kann Säureangriffen besser und länger standhalten als der Zahnschmelz allein, was einen erhöhten Kariesschutz mit sich bringt.

Um einen Kariesschutz durch Aminfluoride zu erzielen, sollte sowohl morgens als auch abends mit Aminfluoridhaltiger Zahnpasta geputzt werden.

Ebenso müssen jedoch auch andere Karies-Risikofaktoren eleminiert sein – wird über den Tag verteilt ständig Süßes oder kohlenhydrathaltige Nahrung gegessen, so kann über kurz oder lang dennoch eine Karies entstehen. Daher gilt es, regelmäßig die bakterielle Plaque durch Zähneputzen mit aminflouridhaltiger Zahncreme zu beseitigen und auf häufige Zwischenmahlzeiten zu verzichten, um einen möglichst effektiven Kariesschutz aufzubauen.

Ihr Nutzen

Aminfluoride schützen länger und effektiver vor Säureangriffen, da sie einen Calciumfluoridschutzfilm auf der Zahnoberfläche ausbilden, der gut haftet und schwer durch den Speichel weggespült werden kann. Der Zahnschmelz kann Säureangriffen so länger standhalten. Dies bewirkt einen intensiveren Kariesschutz.

Literatur

  1. Franke, W. Künzel W., Treide, A. Blüthner K. Caries Prevention by means of aminofluoride after 7 years of collectively conducted oral hygiene. Stomatol DDR. Jan, 27 (1) 13-6 (1977)
     
Die auf unserer Homepage ür Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.

DocMedicus Suche

ArztOnline.jpg
DocMedicus
Gesundheitsportal
DocMedicus Gesundheitslexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Gesundheit, Prävention, Impfen, Labordiagnostik, Medizingerätediagnostik,medikamentöse Therapie, Operationen und Gesundheitsleistungen DocMedicus Beautylexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Haut, Pflege, Hautveränderungen, Ästhetische Medizin, Lasertherapie, Ernährung und Vitalstoffe etc. DocMedicus Vitalstofflexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe etc.
 
Unsere Partner EUSANA - Ihr Gesundheitsportal für Prävention- und Anti-Aging-Medizin 
Copyright © DocMedicus Gesundheitsportal der Deutschen Gesellschaft für Nährstoffmedizin und Prävention (DGNP) e. V.