Pulpitis

Pulpaentzündung

Eine Pulpitis wird umgangssprachlich auch als Zahnnervenentzündung bezeichnet.

Als Pulpa werden die Nerven und Blutgefäße bezeichnet, die im Inneren eines Zahnes im Bindegewebe eingebettet liegen und diesen versorgen.

Man unterteilt die Pulpaerkrankungen in vier Stadien:

  1. Akute Pulpitis
  2. Reversible Pulpitis – umkehrbar, heilbar
  3. Irreversible Pulpitis – nicht mehr umkehrbar, unheilbar
  4. Nekrose – Gewebetod

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, geht diese von einem Stadium ins nächste über und der Zahn ist schlussendlich tot. Der Nerv muss gezogen werden, was als Wurzelkanalbehandlung bezeichnet wird.

Was verursacht eine Pulpitis?

Die Hauptursache für eine Pulpitis ist mit 95 % eine Karies. Diese kann so weit ins Zahninnere voranschreiten, dass auch die Pulpa infiziert wird. Andere mögliche Ursachen sind unter anderem Unfälle, bei denen der Zahn bricht.

Wie erkennen Sie eine Pulpitis?

Je nach Stadium der Erkrankung gibt es unterschiedliche Beschwerden und Symptome, die eine eindeutige Zuordnung zum Grad der Erkrankung erlauben.

Reversible Pulpitis

  • Schmerz nur auf Reiz
  • Betroffener Zahn meist lokalisierbar
  • Schmerz überdauert Reiz nur kurz

Irreversible Pulpitis

  • Spontan auftretender Schmerz
  • Reizüberdauernder Schmerz
  • Ausstrahlende Schmerzen
  • Reizunabhängig auftretender Nachtschmerz

Nekrose

  • Dauerschmerz
  • Zahn genau lokalisierbar

Wie können Sie einer Pulpitis vorbeugen?

Um einer Pulpitis vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig zum Zahnarzt gehen mindestens zweimal pro Jahr. So kann Ihr Zahnarzt eine Karies bereits frühzeitig erkennen und behandeln, ehe sie bis zur Pulpa vorangeschritten ist.

Ist die Erkrankung erst einmal ausgebrochen, so ist diese nur im Stadium der reversiblen Pulpitis heilbar. Schreitet sie weiter voran, muss eine Wurzelkanalbehandlung durchgeführt werden und der Zahn ist tot.