CAD/CAM-Technologie in der Füllungstherapie

Die Integration von CAD/CAM-Technologie (Computer-Aided Design/Computer-Aided Manufacturing) in der Füllungstherapie hat die Art und Weise, wie Zahnärzte restaurative Behandlungen durchführen, grundlegend verändert. Diese Technologie ermöglicht die schnelle und präzise Herstellung von dentalen Restaurationen wie Inlays, Onlays und Kronen.

Grundprinzipien der CAD/CAM-Technologie in der Zahnmedizin

  1. Digitaler Abdruck: Mithilfe von intraoralen Scannern wird ein digitaler Abdruck des betroffenen Zahnes und des umliegenden Gebietes erstellt.
  2. Design: Der Zahnarzt oder Zahntechniker entwirft die Restauration digital auf einem Computer, wobei die Software detaillierte Anpassungen erlaubt.
  3. Herstellung: Die Restauration wird mit einer Fräsmaschine aus einem Keramikblock oder einem anderen geeigneten Material gefräst.

Vorteile der CAD/CAM-Technologie

  • Präzision: Hochgenaue Restaurationen, die für eine optimale Passform und Funktionalität sorgen.
  • Zeiteffizienz: Viele Restaurationen können in einer einzigen Sitzung hergestellt und eingesetzt werden.
  • Ästhetik: Die Möglichkeit, Materialien zu wählen, die in Farbe und Textur den natürlichen Zähnen ähneln.
  • Patientenkomfort: Verminderung des Bedarfs an herkömmlichen Abformmaterialien und mehreren Terminen.

Anwendungen in der Füllungstherapie

  • Inlays und Onlays: Präzise gefertigt für die Restauration von beschädigtem Zahngewebe.
  • Teilkronen und Kronen: Effiziente Herstellung von umfangreicheren Restaurationen.

Herausforderungen und Überlegungen

  • Die Anschaffungskosten für CAD/CAM-Systeme sind hoch, was eine wesentliche Investition für eine Zahnarztpraxis darstellt.
  • Eine umfassende Schulung und Erfahrung sind erforderlich, um die Technologie optimal zu nutzen.

Fazit

Die CAD/CAM-Technologie in der Füllungstherapie repräsentiert einen signifikanten Fortschritt in der restaurativen Zahnheilkunde. Sie bietet nicht nur verbesserte Behandlungsergebnisse, sondern auch erhöhten Komfort für den Patienten.

Die Fähigkeit, präzise, ästhetisch ansprechende Restaurationen in kürzerer Zeit herzustellen, hat das Potenzial, die Patientenzufriedenheit erheblich zu steigern.

Literatur

  1. Heidemann et al. (2001). Amalgamfreie Füllungstherapie: Alternative Wege (1. Aufl.). Urban & Fischer.
  2. Ludwig P & Niedermeier W. (2002). Checkliste Prothetik (1. Aufl.). Thieme Verlag.
  3. Gernet W, Biffar R, Schwenzer N, Ehrenfeld M & Beuer F. (2017). Zahnärztliche Prothetik (5. Auflage). Thieme Verlag.
  4. Weber T. (2017). Memorix Zahnmedizin (5. unveränderte Aufl.). Thieme Verlag.
  5. Kern M, Wolfart S, Heydecke G, Witkowski S & Türp JC. (2022). Curriculum Prothetik Bände 1-3 (5. Auflage). Quintessenz Verlag.