Milchzähne sind wichtige Platzhalter für die bleibenden Zähne. Daher ist es unumgänglich, auch Milchzähne regelmäßig beim Zahnarzt kontrollieren zu lassen.
Wird ein Loch festgestellt, so muss dieses, wie auch bei den bleibenden Zähnen, versorgt werden.
In der Regel verwendet man für Milchzähne einfache, schnell zu verarbeitende Füllungsmaterialien, zum Beispiel Zemente, da die kleinen Patienten oftmals wenig Lust und Geduld für eine Behandlung beim Zahnarzt mitbringen.
Ängste und Sorgen der Eltern tragen oft zusätzlich dazu bei, dass die Kleinen bereits vor dem ersten Zahnarztbesuch verunsichert sind.
Alternativ zu den Zementfüllungen können auch Milchzähne mit einer Kunststofffüllung versorgt werden.
Dies erfordert jedoch mehr Geduld von den Kindern, da das Legen einer solchen Füllung aufwendiger ist und mehrere komplexe Behandlungsschritte erfordert.
Wie also schafft es der Zahnarzt, das Kind dennoch mit einer optimalen Kunststofffüllung zu versorgen?
Hierfür wurden speziell für den Einsatz bei Milchzähnen bunte Kunststoffe entwickelt, die in Farben leuchten und noch dazu glitzern (= bunte Zahnfüllungen). Zusätzlich geben die bunten Kunststoffe Fluoride ab, was den Zahn schützt und härtet.
Diese Füllungen sind bei Kindern beliebt und das eine oder andere Kind, welches sich eben noch geweigert hat, den Mund aufzumachen, tut dies beim Anblick der zukünftigen Glitzer-Farbfüllung nun doch bereitwillig.
Das Glitzern entsteht, indem in das übliche Füllmaterial, die sogenannten Kompomere, ein geringer Anteil Glimmerpartikel wie Mineralien, Silikate aus Kali oder Tonerde zugemischt wird.
Zahlreiche gut dokumentierte klinische Studien zu Kompomeren im Milchgebiss bestätigen ihre hohe Haltbarkeit. Kompomere haben inzwischen Amalgam zur Versorgung von Milchzähnen fast vollständig verdrängt.
Nach der Behandlung sollte den Kindern vermittelt werden, dass ein Loch im Zahn nichts Gutes ist. Eine bunte Zahnfüllung sollte keinesfalls als Belohnung angesehen werden!
Eine kleine Zahnbürste als Mitbringsel und ein klärendes Gespräch mit den Eltern sollten zu einer verbesserten Mundhygiene führen, um zukünftig Füllungen zu vermeiden.
Eltern sollten bei ihren Kindern bis etwa zum 10. Lebensjahr nachputzen. Erst dann sind die Kinder in der Lage, die Zahnpflege komplett und auch erfolgreich in die eigenen Hände zu nehmen.










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