Parodontologie
Durch Parodontalerkrankungen gehen mehr Zähne verloren als durch Karies.

Die Parodontologie ist die Lehre vom Parodont (Zahnhalteapparat). Sie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von Parodontopathien (Parodontalerkrankungen). Unter Parodontalerkrankungen werden alle entzündlichen pathologischen (krankhafte) Veränderungen des Zahnhalteapparates zusammengefasst.

Häufigste Parodontalerkrankung ist die Parodontitis. Sie hat in den letzten Jahrzehnten große Bedeutung erlangt. Denn hierbei geht es längst nicht mehr nur um die Zahngesundheit – vielmehr ist die Parodontitis als Risikofaktor bei folgenden schwerwiegenden Erkrankungen bekannt:

  • Atherosklerose (Arteriosklerose, Arterienverkalkung) mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und Apoplex (Schlaganfall)
  • deutlich erhöhtes Risiko für Frühgeburten und untergewichtige Neugeborene
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Zur Diagnostik der Parodontalerkrankungen wird der klinische Befund beispielsweise unterstützt durch:

  • die Demonstration bakterieller Plaque
  • den DNS-Sondentest
  • den Interleukin-1-Gentest
  • die Zahnbeweglichkeits-Analyse

Zu Therapiebeginn erfolgt in der Regel die Aufklärung des Patienten über Ursachen, Eigenverantwortung und Therapiemöglichkeiten; ganz entscheidend ist  aber die professionelle Zahnreinigung (PZR) z. B. mit Pulverstrahl und die Zahnsteinentfernung, die es dem Patienten erst ermöglichen, neu erlernte Hygienemaßnahmen schmerzfrei umzusetzen.

Hat der Patient die neuen Hygienetechniken erlernt, kann der nächste Therapieabschnitt beginnen, in dem sich verschiedene Methoden ergänzen können. Ihr Ziel ist die subgingivale Konkremententfernung (Zahnsteinentfernung unter dem Zahnfleischrand), die Ausheilung entzündlichen Gewebes und die Regeneration des Zahnhalteapparates:

  • die Vector-Methode
  • die Parodontal-Chirurgie 
  • regenerative Therapien wie die gesteuerte Gewebe- und Knochenregeneration 
  • Knochendefektauffüllungen

Adjuvant (unterstützend) kann in einigen Fällen die photo-aktivierte Chemotherapie (PACT) oder eine medikamentöse Therapie z. B. mit einem antibakteriellen Chip oder einem Tetracyclinfaden sinnvoll sein.

Um nach erfolgter Therapie den Behandlungserfolg zu stabilisieren, arbeitet die Parodontologie eng mit der Prophylaxe (siehe unter Prophylaxe) zusammen, deren Leistungen ein parodontal vorgeschädigter Patient in Form der unterstützenden Parodontitistherapie (UPT) konsequent und dauerhaft in Anspruch nehmen sollte.

Nachfolgend werden Ihnen die wichtigsten Leistungen der Parodontologie vorgestellt.

     
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