Von einer partiellen Prothese (Teilprothese) spricht man immer dann, wenn eine herausnehmbare Prothese nicht alle Zähne ersetzt, sondern noch eigene Zähne vorhanden sind.
Dabei unterscheidet man zwei Formen der Kunststoff-Teilprothese:
- Interimsprothese
- Immediatprothese
Die Herstellung
Bei der Teilprothese handelt es sich um einen herausnehmbaren Zahnersatz. Diese Versorgung wird nur übergangsweise getragen, bis ein definitiver Zahnersatz hergestellt werden kann.
Um die Prothese herzustellen, müssen Abdrücke beider Kiefer sowie eine Bissnahme genommen werden. Diese werden an ein zahntechnisches Labor geschickt, wo dann der Zahnersatz hergestellt wird.
Die Prothese besteht aus einer Basis aus Kunststoff, welche die Farbe des Zahnfleisches hat, und den darauf befestigten Zähnen. Um die Prothese zu befestigen, ist sie mit Klammern versehen, die aus Draht bestehen. Dieser Draht legt sich exakt den natürlichen Restzähnen an. Neben der Kunststoff-Teilprothese gibt es auch Teilprothesen mit einem Metallgerüst – die Modellgussprothesen. Diese sind zum dauerhaften herausnehmbaren Ersatz von Zähnen konzipiert.Indikationen (Anwendungsbereiche)
- Vorrübergehende Wiederherstellung der Kaufunktion, Phonetik und/oder Ästhetik nach Zahnextraktionen
- Erhalten der vertikalen Kieferrelation
- Verhindern psychischer Belastung durch vorrübergehende Zahnlücken/Zahnlosigkeit
- Verhindern von Zahnkippungen und Zahnwanderungen oder Elongationen (Herauswachsen eines Zahnes aus dem Knochen bei fehlender Gegenbezahnung)
- Wundverband
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
- Kunststoffallergien
- Prothesenunverträglichkeiten
Ihr Nutzen
Eine Teilprothese ersetzt fehlende Zähne und stellt die Kaufunktion wieder her. Die gesunden Zähne müssen kaum beschliffen werden. Dadurch werden sie geschont, bis ein definitiver Zahnersatz eingegliedert werden kann.
Literatur
- Koeck B. (Hrsg.) Teilprothesen. 3. Aufl. Praxis der Zahnheilkunde Bd. 6. (1996)
- Pospiech, P. Die prophylaktisch orientierte Versorgung mit Teilprothesen. 1. Aufl. (2001)










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