www.dgf-tv.de
Speichelsteine – Sialolithiasis

Ebenso wie es in der Niere oder Gallenblase zur Steinbildung kommen kann, ist dieses Krankheitsbild auch bei den Speicheldrüsen bekannt und wird als Sialolithiasis (Speichelsteine) bezeichnet.

In etwa 80% der Fälle einer Sialolithiasis ist die Glandula submandibularis – die Unterkieferspeicheldrüse – betroffen. Ebenso kann es zur Steinbildung in der Glandula parotis (Ohrspeicheldrüse) und in der Glandula sublingualis (Unterzungendrüse) kommen.

Speichelsteine bestehen zumeist aus Calciumphosphat oder Calciumcarbonat und entstehen aufgrund von Funktionsstörungen der Speicheldrüsen oder durch Fremdkörper im Ausführungsgang einer Speicheldrüse.

Die Symptome sind zunächst Schwellung und Spannungsgefühl im Bereich der betroffenen Drüse. Ist ein Ausführungsgang aufgrund eines Speichelssteines verlegt, wird weniger oder gar kein Speichel aus dieser Drüse in die Mundhöhle abgegeben, was mitunter zu einer relativen Mundtrockenheit führen kann. Auch Schmerzen bei Nahrungsaufnahme können auftreten, da der durch diesen Reiz gebildete Speichel nicht abgegeben werden kann.
Im Rahmen einer Sialolithiasis kann sich die Speicheldrüse entzünden, was als Sialadenits (Speicheldrüsenentzündung) bezeichnet wird.

Um einen Speichelstein zu diagnostizieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Speichelsteine in Ductus submandibularis, dem Ausführungsgang der Unterkieferspeicheldrüse, können unter der Zunge getastet oder mit einer Speichelgangsonde nachgewiesen werden.

Mit Hilfe eines Röntgenbildes ist es ebenfalls möglich, einen Speichelstein festzustellen. Jedoch lassen sich aufgrund ihrer Zusammensetzung nicht alle Speichelsteine radiologisch nachweisen.

In der Regel wird bei Verdacht aus Sialolithiasis eine Sonographie (Ultraschall) durchgeführt. Hiermit können Speichelsteine ab etwa 1,5 mm Größe festgestellt werden.

Des Weiteren können die Steine mit einem Kontrastmittel markiert und anschließend röntgenologisch dargestellt werden, was als Sialographie bezeichnet wird.

Die Therapie eines Speichelsteines ist von der Lokalisation und Größe des Steines abhängig. Mitunter genügt es, den Ausführungsgang der Drüse etwas zu erweitern, was dann zu einem spontanen Abgehen des Steines führt.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der Schlitzung des Ausführungsganges.

Mittels Stoßwellenlithotripsie ist es möglich, die Steine zu zertrümmern. Ob dieses Verfahren eingesetzt werden kann, muss individuell entschieden werden.

In schweren Fällen, wenn beispielsweise Verwachsungen des Steines mit der Umgebung bestehen oder der Stein gleichzeitig eine dauerhafte Entzündung der Drüse mit sich bringt, ist eine Entfernung der Drüse mitunter unumgänglich.


     
Die auf unserer Homepage ür Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.

Suchen im DocMedicus Zahnlexikon

ArztOnline.jpg
 
Informationen für Zahnärzte
DocMedicus
Gesundheitsportal
DocMedicus Gesundheitslexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Gesundheit, Prävention, Impfen, Labordiagnostik, Medizingerätediagnostik,medikamentöse Therapie, Operationen und Gesundheitsleistungen DocMedicus Beautylexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Haut, Pflege, Hautveränderungen, Ästhetische Medizin, Lasertherapie, Ernährung und Vitalstoffe etc. DocMedicus Vitalstofflexikon - Gesundheitsportal zu den Themen Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe etc.
Copyright © DocMedicus - eingetragene Marke der EUSANA GmbH & Co. KG, Hannoversche Str. 24, 31848 Bad Münder