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Aphte

Eine Aphte (Synonyme: Aphthosis; Bednar-Aphthen; Herpetiforme Stomatitis; Mundschleimhautaphthen; Orale Aphthen; Orale aphthöse Ulzeration; Orale rezidivierende Aphthen; Periadenitis mucosa necrotica recurrens; Rezidivierendes aphthöses Ulkus; Stomatitis herpetiformis; Stomatitis recurrens major; Stomatitis recurrens minor; ICD-10:K12.0 – Rezidivierende orale Aphthen) ist eine schmerzhafte, erosive Schleimhautveränderung, die bevorzugt in der Mundhöhle im Bereich von Zahnfleisch, Mundschleimhaut oder Zunge auftritt.

Symptome – Beschwerden

Aphten haben ein charakteristisches Aussehen.
Häufig haben die Aphten einen Durchmesser von nur wenigen Millimetern (Minorform), sie können jedoch auch deutlich größer ausfallen (Majorform). Es handelt sich um Erosionen der Mundschleimhaut. Diese sind mit Fibrin belegt und daher weiß bis gelblich gefärbt und von einem roten Hof - dem entzündlichen Randsaum - umgeben.

Formen

  • Rezidivierende benigne (gutartige) Aphten
  • Majorform – Mikulicz-Aphten: > 1 cm, tief ulzerierend, unter Narbenbildung ausheilend
  • Herpetiforme Aphten – erscheinen klinisch wie eine Gingivostomatitis herpetica

Die unscheinbar wirkenden Flecken sind für den Betroffenen meist sehr schmerzhaft und können zu deutlichen Einschränkungen beim Sprechen oder bei der Nahrungsaufnahme führen. Kommt es gehäuft zum Auftreten von Aphten, spricht man von einer Stomatitis aphtosa.

Im Rahmen der Behçet-Krankheit (Synonym: Morbus Adamantiades-Behçet; eine schubweise verlaufende Immundefekt-Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis) kommt es ebenfalls zum Auftreten multipler oraler Aphten. Daher muss bei  Aphten, die mindestens drei Mal jährlich auftreten, mitunter eine weiterführende Diagnostik eingeleitet werden, um das Bestehen einer Beçhet-Krankheit zu bestätigen oder auszuschließen.

Weitere Erkrankungen, die mit Aphten-Bildung einhergehen, sind:

  • Gingivostomatitis herpetica
  • Hand-Fuß-Mund-Krankheit (Synonyme: Hand-Fuß-Mund-Exanthem, Falsche Maul- und Klauenseuche)
  • Herpes-Zoster
  • Maul- und Klauenseuche (MKS)

Folgeerkrankungen

Es sind keine Folgeerkrankungen bekannt.

Ursachen

Die genauen Ursachen für die Entstehung sind bislang nicht geklärt. Es wird angenommen, dass beispielsweise kleine Verletzungen, Nahrungsmittelallergien, Stress oder eine geschwächte Abwehrlage die Entstehung einer Aphte begünstigen. Auch ein Mangel an Vitamin B12, Eisen oder Folsäure werden als mögliche Auslöser diskutiert.

Diagnostik

Aphten werden durch Blickdiagnose sowie die von den Patienten typischerweise angegebenen Schmerzen nachgewiesen.

Therapie

Um die Schmerzen zu lindern, werden analgetische (schmerzstillende) bzw. antiphlogistische (entzündungshemmende) Substanzen wie Kortikoide eingesetzt, meist in Form von Salben zum Auftragen. Die Dauer der Heilung kann dadurch jedoch nur geringfügig beeinflusst werden. Auch natürliche Mittel wie Propolis kommen bei der Behandlung von Apthen zur Anwendung.

Es dauert in der Regel zehn bis 14 Tage, bis die Aphte sich von allein wieder zurückbildet.


     
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