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Umstellungsosteotomie

Als Umstellungsosteotomie wird eine operative Umstellung der Kiefer bezeichnet. Man unterscheidet die Umstellung nur eines Kiefers – also von Ober- oder Unterkiefer – von der bignathen Umstellungsosteotomie, bei der beide Kiefer operiert werden.

Ein normaler Kiefer mit normaler Zahnstellung wird als eugnath bezeichnet.
Liegen Unstimmigkeiten oder Abweichungen der Zähne oder Kiefer vor, wird von einer Dysgnathie gesprochen.
Eine solche Dysgnathie kann durch Erkrankungen oder Fehlbildungssyndrome verursacht werden. Dazu zählen unter anderem M.Pfeiffer, M.Crouzon, Goldenhar-Syndrom oder Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten.
Doch auch erworbene Ursachen wie frühzeitiger Milchzahnverlust, Lutschgewohnheiten, Mundatmung oder Traumen (Verletzungen) können eine Dysgnathie bedingen.

Eine Dysgnathie-Operation kann aus verschiedenen Gründen durchgeführt werden.
Besteht eine ausgeprägte Diskrepanz zwischen den Kieferbasen oder bei einem deutlich offenen Biss sowie bei einer deutlich erkennbaren Disharmonie des Gesichtsprofils kann eine Umstellungsosteotomie zum Einsatz kommen.
In der Regel erfolgt ein operativer Eingriff immer erst dann, wenn die Grenzen der kieferorthopädischen Therapie erreicht sind.

Sowohl vor dem Eingriff als Vorbehandlung als auch nach dem Eingriff zur Feineinstellung ist eine kieferorthopädische Behandlung notwendig, um das Therapieergebnis zu optimieren. Ziel dieser Kombinationstherapie ist die Herstellung einer harmonischen Okklusion – Passung der Zähne zueinander – sowie die Harmonisierung des Gesichtsprofils.

Erst nach Abschluss der Wachstumsphase ist es möglich, eine solche Operation durchzuführen, da sonst durch das Wachstum das mühsam erarbeitete Ergebnis negativ beeinflusst werden könnte.

Im Rahmen der Umstellungsosteotomie werden Platten eingesetzt, um die Kiefer in Ihrer neuen Position zu fixieren. Daher ist in der Regel ein zweiter Eingriff notwendig, um die Platten nach abgeschlossener Knochenheilung wieder zu entfernen.

Nach Abschluss der Behandlung kann ein sogenannter Retainer eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um einen Draht, der auf der Rückseite der Frontzähne befestigt wird, um diese dauerhaft in ihrer Position zu halten und somit das Behandlungsergebnis langfristig zu sichern.


     
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