Lidkorrektur (Blepharoplastik)

Die Augen sind für viele Menschen Ausdruck von Stimmung, Gefühlen und Wohlbefinden.
Schlaffe Augenlider, Schlupflider, Augenfalten oder Tränensäcke lassen einen Menschen schnell traurig, müde oder krank erscheinen, obgleich er sich gut fühlt.
Dies beeinträchtigt das Lebensgefühl mitunter erheblich.

Die Blepharoplastik (Synonyme: Lidkorrektur, Augenlidstraffung) ist eine häufig durchgeführte plastische Operation.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Reduktion und/oder Umverteilung von überschüssigem Weichteilgewebe (Haut-, Muskel-, Fettgewebe) bei Schlupflidern (Dermatochalasis – Erschlaffung der Lidhaut und der subkutanen Gewebe von Ober- und Unterlidern –  oder Blepharochalasis – seltene, idiopathische, rezidivierend auftretende Schwellung der Lider, wohl verursacht durch ein idiopathisches Angioödem (Schwellung) des subkutanen Gewebes – der Augenlider)

Vor der Operation

Vor einer Lidkorrektur sollten Sie für die Dauer von etwa vierzehn Tagen weder Acetylsalicylsäure (ASS) noch Schlafmittel oder Alkohol zu sich nehmen. Sowohl Acetylsalicylsäure als auch andere Schmerzmittel verzögern die Blutgerinnung und können zu unerwünschten Blutungen führen.
Raucher sollten ihren Nikotinkonsum bereits vier Wochen vor dem Eingriff stark einschränken, um die Wundheilung nicht zu gefährden.

Die Operationsverfahren

Eine Lidkorrektur wird in der Regel ambulant durchgeführt. Das heißt, Sie können nach der Operation direkt wieder nach Hause gehen.

Normalerweise wird unter Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung), ggf. auch unter Dämmerschlaf (Sedoanalgesie) gearbeitet. Auf Wunsch kann jedoch auch eine Vollnarkose erfolgen.
Um ein symmetrisches Ergebnis zu erzielen, werden die Augenlider genau vermessen.

Je nach Problemstellung beginnt dann die eigentliche Operation.

Bei der Blepharoplastik werden Fettüberschüsse an den Augenlidern entfernt.

Eine Blepharoplastik kann auch in Verbindung mit einem Augenbrauenlifting vorgenommen werden. Bei einer Blepharoplastik können allerdings keine Krähenfüße oder ethnische Merkmale korrigiert werden.

Um
Schlupflider zu korrigieren, wird ein sichelförmiges Hautstück herausgetrennt und das überschüssige Fettgewebe kann entfernt werden. Anschließend wird so vernäht, dass die Narbe bis auf einige Millimeter in der Lidfalte liegt und so kaum sichtbar ist.

Um die
Unterlider zu korrigieren, wird der Schnitt circa zwei Millimeter unterhalb des Wimpernkranzes angelegt. Anschließend wird ebenfalls überschüssiges Fett, welches die Ursache für Tränensäcke ist, entfernt. Um Hautüberschüsse zu entfernen, muss ein zweiter Schnitt gesetzt werden.
In einigen Fällen, wie bei starken Lachfältchen, muss zur Erreichung eines optimalen Ergebnisses auch ein wenig vom Muskel entfernt werden.
Es besteht die Möglichkeit, Fett- und Muskelgewebe auch ohne sichtbare äußere Einschnitte zu entfernen, indem der Schnitt auf der Innenseite der Augenlider, im sogenannten Bindehautsack, durchgeführt wird. Überschüssige Haut kann so jedoch nicht entfernt werden. 

Lidkorrektur mittels Laser

Die Lidkorrektur kann auch mittels CO2-Laser oder Erbium-Laser durchgeführt werden.
Kleine Fältchen werden durch den Laser ebenfalls gemildert. Trotz Lasertechnologie muss die Haut anschließend vernäht werden. Der weitere Verlauf ist dem herkömmlichen Verfahren mittels Skalpell gleich.

Nach der Operation

Ihre Augen werden zunächst geschwollen sein und es werden sich Blutergüsse bilden. Nach circa einer Woche sind die Blutergüsse und die Nähte meist kaum noch erkennbar.
Um die Schwellungen zu mildern, können Sie in den ersten Tagen feuchte Kompressen und kühlende Eisbeutel verwenden. Etwa fünf bis sechs Tage nach der Operation werden die Fäden gezogen.

Mögliche Komplikationen

  • Neben einer Schwellung, treten Blutergüsse und Verfärbungen der Augenlider auf
  • Bei einer Straffungsoperation treten zudem Schmerzen, ein Anschwellen der Bindehaut und ein Spannungsgefühl auf, das sich in der Regel innerhalb von wenigen Wochen zurückbildet.
  • Sensibilitätsstörungen können im Operationsgebiet auftreten, die sich im Regelfall zurückbilden
  • Durch die Verwendung von Lokalanästhetika (örtlichen Betäubungsmittel) mit gefäßverengenden Wirstoffen, kann es in extrem seltenen Fällen zu einer Sehverschlechterung kommen, ggf. bis zu einem Sehverlust.
    Starke Blutungen in der Augenhöhle können dieses ebenfalls verursachen.
  • Eine Verletzung der Hornhaut des Auges durch Desinfektionsmittel, Instrumente etc.ist möglich. Dieses kann in Einzelfällen zu einer bleibenden Narbe mit Verminderung der Sehschärfe führen.
  • Narbenschrumpfung kann zur Verziehung der Unterlidkante führen. Dieses kann dazu führen, das Augenschweiß sich vermehrt darstellt ("Triefauge")
  • Nach der Operation kann es zu einer Störung der Lidöffnung kommen.
  • Bei Patienten, die zu trockenen Augen neigen, kann diese nach der Operation verstärkt auftreten
  • Falls bei der Korrektur der Unterlider zu viel Fett entfernt worden ist, kann es zu einem "hohläugigen Aussehen" führen
  • Wundheilungsstörungen bzw. die Veranlagung zur Narbenbildung können zu einer Narbenverdickung (Keloide) führen.
  • Bei Überempfindlichkeit bzw. Allergien (z. B. Betäubungs-/Narkosemittel, Medikamente etc.) kann es vorübergehend zu folgenden Beschwerden kommen: Schwellung, Hautausschlag, Juckreiz, Niesen, tränende Augen, Schwindel oder Erbrechen.
  • Operationsrisiken wie stärkere Blutungen, Thrombose (Blutgerinnsel) oder Embolie (Blutgefäßverschluss) sind bei dieser Operation sehr selten.

Ihr Nutzen

Ihre Augen werden frischer, jünger und wacher aussehen und Ihnen ein neues Lebensgefühl verleihen.

In der Regel ist das Ergebnis der Lidkorrektur dauerhaft, sodass erneute Eingriffe nicht notwendig sind.


     
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